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Hormon- und Stoffwechselzentrum
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Ernährung bei Krankheiten

Dem Organismus das zu geben, was er braucht und erwartet, trägt wesentlich dazu bei, dauerhaft fit und gesund zu bleiben. Neben ausreichend Bewegung ist hier eine ausgewogene und gesunde Ernährung von entscheidender Bedeutung. Bei einigen Erkrankungen ist die Auswahl der Lebensmittel jedoch begrenzt oder man muss darauf achten, nicht zu viel von bestimmten Nahrungsmitteln zu sich zu nehmen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit der richtigen Nahrungszusammenstellung dazu beitragen, den Verlauf Ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen. Wichtig dabei: Ernährung bei Krankheiten bedeutet keinen Verzicht auf Genuss!


Basisdiät (leichte Vollkost) bei Krankheiten der Verdauungsorgane

Bei einem Großteil von Erkrankungen der Verdauungsorgane ist keine spezielle Diät erforderlich. Ernährt wird mit einer abgewandelten Vollkost, der „leichten Vollkost". Als Leitsatz kann gelten: „Was vertragen wird, ist erlaubt."

Die Kost sollte dem täglichen Energiebedarf angepasst sein sowie alle Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Vitamine) in benötigter Menge und ausgewogenem Verhältnis enthalten.


Ernährungsempfehlungen bei Diabetes

Die Diabetes-Diät muss eine bedarfsgerechte, abwechslungsreiche und vollwertige Kost sein. Der Diabetiker ist an die verordnete Kohlenhydrat-Menge (= BE-Menge) gebunden.

Das heißt, dass die Energiezufuhr (kcal / KJ) dem individuellen Bedarf anzupassen ist. Bei Übergewicht ist eine Reduktionskost erforderlich.


Ernährungsempfehlungen bei Übergewicht

Die Reduktionskost setzt sich aus 3 Grundnährstoffen zusammen: Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Durch eine ballaststoffreiche Ernährung wird ein höherer Sättigungsgrad erzielt und die Darmtätigkeit wird gefördert. Weiter sollen bei einer Reduktionskost mindestens 2 – 2,5 l pro Tag in Form kalorienfreier (kilojoulefreier) Getränke zu sich genommen werden.

Viel Bewegung ist neben der kalorienreduzierten, natürlichen Mischkost das A und O. So ist eine Gewichtsabnahme von ca. 300 g pro Woche zu erreichen. Diese langsame Gewichtsabnahme ist für den Stoffwechsel weniger belastend als eine Radikaldiät und begünstigt ein langfristiges Umlernen des Essverhaltens, was wiederum dem sogenannten Jojo-Effekt entgegenwirkt.


Ernährungsempfehlungen bei Stoffwechselerkrankungen

Diese Kostform wird verordnet, wenn eine Störung im Purin-Stoffwechsel oder in der Harnsäureausscheidung vorliegt sowie bei akuter oder chronischer Gicht. Die Harnsäure ist das Abbauprodukt der Purine.


Ernährungsempfehlungen bei Fettstoffwechsel-Störungen

Es gibt verschiedene Fettstoffwechsel-Störungen, die unter dem Begriff „Hyperlipoproteinämien" zusammengefasst werden. Dabei ist immer vermehrt Fett im Blut. Gefäße, insbesondere die Herzkranzgefäße, können dadurch geschädigt werden. Das vermehrte Fett im Blut ist ein Risikofaktor, der die Entstehung von Herz- und Gefäßerkrankungen begünstigt.

Um diesen Effekt zu verringern oder gar auszuschalten, ist es wichtig, so früh wie möglich Maßnahmen einzuleiten, die einen erhöhten Blutfettspiegel senken bzw. normalisieren können. Dabei sind folgende Blutfette von Bedeutung: das Cholesterin und die Triglyzeride.


Ernährungsempfehlungen bei Essstörung

Das Essverhalten (Hunger-, Sättigungsgefühl) wird zunächst vom „Spannungsband" des Magens (Leere oder Völle) reguliert. Entscheidenden Einfluss auf das Essverhalten hat zudem übergeordnet ein Steuerungszentrum im Stammhirn, das auch unabhängig vom Magen den Appetit stimuliert.

Dieses Zentrum kann, z. B. durch Gehirnverletzungen oder Tumoren sowie durch nervöse bzw. psychische Einflüsse (Stress, Depression, Alter), beeinflusst sein. Ein gestörtes Essverhalten, das zu Über- oder Untergewicht führt, ist die Folge.